Aus Spielplatz soll in Allendorf Mehrgenerationenplatz werden

Aus Spielplatz soll in Allendorf Mehrgenerationenplatz werden
14.08.2012 – ALLENDORF/LDA
Bündnis90/Die Grünen im Stadtparlament stellen Antrag zu Gelände in der Bahnhofstraße
(red). Es ist still geworden auf dem Areal des Kinderspielplatzes in der Bahnhofstraße. „Dort, wo man eigentlich reges Treiben und Eltern mit Kindern vermuten könnte, grüßt schon lange ein trauriges Bild eines ehemals beliebten, aber mittlerweile heruntergekommenen Areals”, stellte Christian Zuckermann für den Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen fest. Die Spielgeräte seien teilweise Jahrzehnte alt und insgesamt wirke alles lieblos und verlassen. Aus Sicht der Grünen muss das nicht sein, denn mit ein wenig Fantasie und wenigen Mitteln könne man dem Platz neues Leben einhauchen. Hierbei müsse das Hauptaugenmerk nicht nur auf die Kinder gelegt werden. Besonders die Senioren, aber auch Jugendliche sollten eingebunden werden.
Nach Vorstellungen der Bündnisgrünen könnte man, ähnlich wie in einem Mehrgenerationenhaus, einen Platz der Begegnungen schaffen. Hier soll es Berührungspunkte aller Altersgruppen geben und ein Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens entstehen.
„Die Voraussetzungen sind wunderbar”, erklärt Karl Heinrich Imig (Stadtverordneter und Vorsitzender im Ausschuss für Sport, Kultur, Tourismus und Soziales). Als zentrales Bindeglied zwischen dem Ziegenberg und der Stadtmitte könnte der Ort gar nicht besser gewählt werden. Im gesamten Stadtgebiet gebe es keinen Ort, an dem Senioren, Jugendliche und Kinder in einer ganz normalen Alltagssituation aufeinandertreffen.
Zwar sei es schön, wenn viel Platz für Kinder zur Verfügung steht, allerdings ergebe das keinen Sinn, wenn er ganz und gar nicht genutzt wird. Auf dem Gelände sei ein wirklich schöner Baumbestand vorhanden. Hier könne man ansetzen und parkähnliche Anlagen schaffen, mit kommunikativen Sitzgruppen und Ecken zum Ausruhen und Entspannen. Gleichzeitig könnte man vorhandene Spielgeräte nutzen und einen kleinen, aber feinen Spielplatz einrichten. Auch hier wäre nach Ansicht der Allendorfer Bündnisgrünen mit wenigen Mitteln eine deutliche Aufwertung hin zu bekommen.
Anstatt einen Großteil des Geländes mit Sand zuzuschütten, sollten Rasenflächen entstehen, auf denen man auch einmal eine Decke ausbreiten kann. Der auf dem Gelände befindliche Basketballplatz sei nicht bespielbar.

Das Feld sei zu drei Vierteln mit Unkraut zugewachsen und am Rand stünden zwei mit rostigen und scharfen Kanten versehene Pfosten.

Foto: Ulmers

Foto: Ulmers

“Wer solll hier mit dem Ball spielen?”, fragt der Fraktionsvorsitzende Christian Zuckermann. Es sollte doch möglich sein, ein bespielbares Feld hinzubekommen, oder wenn das nicht geht, ein anderes Angebot zu schaffen. Ähnlich verhält es sich mit der vorhandenen Rollschuh- und Fahrradbahn. Der Beton sei aufgerissen und mit Wurzeln durchzogen. Wer hier fahren möchte, sollte seinen Helm besser nicht vergessen. Das gesamte Areal sollte zum Verweilen einladen.
Sogar ein kleines gastronomisches Angebot, zum Beispiel ein „Bauwagen-Kiosk” wäre in den Sommermonaten denkbar, finden Bündnis90/Die Grünen. Möglich wäre einiges, man brauche nur den Mut, es auch anzugehen. Dass solche Orte tatsächlich genutzt werden und die Gemeinde davon profitiert, davon könne man sich in Nachbarkommunen überzeugen. Bündnis90/Die Grünen im Stadtparlament von Allendorf/Lda. haben den Antrag gestellt, sich dieser Thematik anzunehmen.
Quelle Gießener Anzeiger 14.08.2012

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