Presse Berichte

v.l.n.r.Stephan Büker, Petra Stegenwalner-Schwalb, friedhelm Schwalb, Gabi Waldschmidt-Busse, Christian Zuckermann

v.l.n.r.  Stephan Büker, Petra Stegenwalner-Schwalb, Friedhelm Schwalb, Gabi Waldschmidt-Busse, Christian Zuckermann

Neues Team auf der politischen Bühne in Allendorf/Lda.

09.03.2011 – ALLENDORF/LDA

Quelle Gießener Anzeiger

Bündnis90/Die Grünen treten zur Kommunalwahl an – Kampfansage an verkrustete Strukturen – Nicht nur ökologische Themen im Blickpunkt

(aso). Ein neues Team betritt in Allendorf die politische Bühne: Im Dezember gründete sich der Ortsverband von „Bündnis 90/Die Grünen” (Grüne). „Dies geschah, weil wir uns in der bisherigen Politik der Stadt Allendorf nicht wiederfinden”, sagte Christian Zuckermann, der den ersten Listenplatz für die Stadtverordnetenversammlung der Partei innehat. Grüne Themen wurden in den letzten zehn Jahren in der Lumdatalkommune von vielen Menschen vermisst, sagten die Anwesenden im Gespräch mit dem Anzeiger.

Die Vorstellungen und Ziele der Grünen in Allendorf/Lda. betreffen viele Teilbereiche gemeindlicher Arbeit und greifen dabei ineinander. Grundsätzlich sollen alte verkrustete Strukturen aufgebrochen und vieles hinterfragt werden. Für die Jugend wollen sich die Grünen starkmachen. Der Jugendpfleger ist zurzeit nur mit einer halben Stelle angestellt. In Krankheits- und Urlaubszeiten gibt es keine Vertretung, mittels interkommunaler Zusammenarbeit könnte hier Abhilfe geschaffen werden. Grundsätzlich ist den Grünen die halbe Stelle zu wenig, am Problem mit dem Jugendraum in Climbach sei das deutlich zu erkennen. An der Halfpipe, die die jungen Menschen gerne nutzen würden, war zwar die Renovierung vorgesehen, dann waren aber doch keine Mittel vorhanden. „Junge Menschen muss man Ernstnehmen, auch wenn sie noch keine Wähler sind!”, sagten die Anwesenden. Die Grünen wollen die Bedürfnisse der Jugendlichen erfragen und sehen, wie ihnen Unterstützung gewährt werden kann.

Die Hauptverantwortung für die kommenden Generationen sehen die Grünen im energetischen Bereich. Um die finanzielle Situation der Gemeinde zu verbessern, muss aus Sicht der Grünen ein Klimaschutzkonzept, zugeschnitten auf Allendorf und die umliegenden Kommunen, auch unter Inanspruchnahme eines Energieberaters entwickelt werden. Energieverbräuche sollen überprüft werden, alle städtischen Gebäude sollen auf lange Sicht kohlendioxydneutral bewirtschaftet werden. Dazu sind alle Fördermöglichkeiten zu nutzen. Nachhaltigkeit soll grundsätzlich schon beim Planen eine entscheidende Rolle spielen. Es soll geprüft werden, inwieweit man in interkommunaler Zusammenarbeit bessere Preise beim Einkauf beispielsweise von Energie erzielen kann.

Zum Thema Kläranlagenfinanzierung sagen die Grünen, dass die verantwortlichen Parteien seinerzeit nicht vorausschauend geplant, gearbeitet und entschieden haben. Dass die angefallenen Kosten bezahlt werden müssen, stellen die Grünen nicht in Frage, die Aufteilung auf die Grundstückseigentümer empfinden sie jedoch als ungerecht, da das Verbrauchsprinzip in keiner Weise berücksichtigt wurde.

Allendorf verfügt über eine gute Infrastruktur, die die Grünen auch so erhalten und ausbauen wollen. Sie begrüßen es, dass in der Kernstadt eine neue Einkaufsmöglichkeit entstehen soll. Thema hierbei ist auch die Barrierefreiheit: Kanten von Bürgersteigen sind für ältere Menschen oder Kinderwagenfahrer oft eine Zumutung. Auch die Querung der Treiser Straße – nicht nur im Bereich des Edeka-Marktes – ist oft gefährlich. Die Reaktivierung der Lumdatalbahn bringt nach Meinung der Grünen einen Vorteil im Wettbewerb um den Wohn- und auch Gewerbestandort. „Die Attraktivität des Bahnfahrens ist wieder gestiegen”, sagten die Kandidaten. Anrufsammeltaxen könnten die Bürger zum Bahnhof und wieder in ihre Ortsteile bringen. Die Grünen wollen die Bürgermeister der vier Kommunen Allendorf, Rabenau, Staufenberg und Lollar auffordern, die Lumdatalbahn zu entwickeln. Dies sehen sie im Verbund mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund als machbar an. Wichtiges Thema ist die Seniorenarbeit. Hier wollen die Grünen, dass die Seniorenclubs für ihre Arbeit, ihre Unterlagen, ihre Angebote einen eigenen Raum bekommen, eben einen Seniorentreffpunkt. Ökologie und Naturschutz bleiben Kernthemen der Grünen. Sie setzen auf alternative Energiequellen und ihr Ziel ist es, Natur und Landschaft als Lebensgrundlage der Menschen zu erhalten.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.