Klimamanager

Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Allendorf

Totenhäuser Weg 20

35469 Allendorf Lumda)

 

An den Stadtverordnetenvorsteher

Thomas Benz

Bahnhofstraße 14

35469 Allendorf (Lumda)                                          Allendorf, den 18.04.2016

 

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,

wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung zu setzen und zur weiteren Bearbeitung in den zuständigen Ausschuss zu verweisen.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in der Stadtverordnetenversammlung von Allendorf (Lumda) beantragt:
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Allendorf(Lumda) möge beschließen:

In Zuge einer interkommunalen Zusammenarbeit mit den Kommunen Lollar, Staufenberg und Rabenau wird ein Klimamanager eingestellt, der für die genannten Kommunen tätig wird.

Sofern keine Einigung mit den Nachbarkommunen erzielt werden kann, ist zu prüfen ob die Einstellung eines Klimaschutzmanagers mit einem Teil der Nachbarkommunen umgesetzt werden kann.

Der Magistrat wird beauftragt alle erforderlichen Schritte und alle nötigen Maßnahmen einzuleiten
Begründung:

Im Jahr 2011 hat sich die Stadt Allendorf (Lumda) dem Projekt 100 Kommunen für den Klimaschutz angeschlossen.

Danach hat eine Initialberatung durch die Firma KEEA aus Kassel, in deren Rahmen Interviews mit Bürgern der Stadt geführt wurden sowie ein Workshop zum Thema am 03.12.2015 stattgefunden.

Der Ausschuss für Baufragen, Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Energie hat sich bereits am 17.11.2015 zu dem Thema informiert.

Das Ergebnis der Initialberatung und des Workshops wird auf der Homepage der Stadt präsentiert.

Vor diesem Hintergrund wurden zwei Strategien formuliert: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts in interkommunaler Zusammenarbeit mit anschließender Installierung eines Klimaschutzmanagements.

Geäußert wurde u.a. ein Bedarf für Fördermittelberatung sowohl für Hausbesitzer, als auch für die Stadt aber auch für passende Gewerke. Hier wurde mehrfach deutlich, dass eine nahe Stelle sehr hilfreich wäre um im wahrgenommenen Förderdschungel Orientierung zu bekommen. Auch an anderer Stelle wurde deutlich, wie wertvoll eine Ansprechperson, ein Kümmerer für alle Beteiligten wäre, der auch längerfristig bleibt.

Ein Klimaschutzmanager, gefördert vom PTJ könnte diese Rolle erfüllen. Insgesamt zeigt sich hier wie andernorts eine Überforderung angesichts der vielfältigen Pflichtaufgaben einerseits und der Undurchsichtigkeit von technischen Fragestellungen, sozialen Bedürfnissen und Fördermöglichkeiten für freiwillige Aufgaben wie Klimaschutz. Gleichwohl ist das Interesse und Engagement der Beteiligten zu spüren, so dass sich bei entsprechender Unterstützung einiges entwickeln könnte. Dazu passend wird der Wunsch nach einer Fachperson formuliert, die direkt ansprechbar ist und in technischen wie finanziellen Fragen unabhängig beraten kann.

Die Fördermöglichkeiten für die Schaffung einer solchen Stelle sind gegeben, für finanzschwache Kommunen erhöht sich der Förderanteil noch einmal. Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit gibt es zusätzliche Fördermittel (Ca. 80% des Gehaltes werden übernommen). Somit wäre die finanzielle Belastung der Kommune sehr gering, der Nutzen einer solchen Stelle für die Stadt und deren Bürger jedoch enorm.

Sandra Henneberg

(Fraktionsvorsitzende)

 

 

 

 

 

 

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