Antrag zur Erstellung eines Baulückenkatasters

Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung

35469 Allendorf Lumda

Frau Stadtverordnetenvorsteherin

Sandra Henneberg

Bahnhofstraße 14

35469 Allendorf (Lumda) 02.2020

Antrag zur Erstellung eines Baulückenkatasters

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, für die Stadtverordnetensitzung am 17.02.2020 stellt die GRÜNE-Fraktion folgenden Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:


Begründung:

Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden. Bodenversiegelungen sind auf das notwendige Maß zu begrenzen.

Nachverdichtungen und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung ist Vorrang zu geben, vor der Inanspruchnahme neuer Flächen für bauliche Nutzungen (§1a Abs.2 Satz 1 BauGB)

Die Stadt Allendorf (Lumda) wird in absehbarer Zeit auch die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes angehen müssen. Um eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, mit den eventuellen Wünschen nach neuen Baugebietsflächen, durchzuführen ist es, nach unserem Kenntnisstand, notwendig einen Bauflächenbedarfsnachweis zu erbringen. Dies ist mit Hilfe eines Baulückenkatasters möglich.

Versiegelter Boden kann seine Funktion im natürlichen Wasserkreislauf nicht mehr erfüllen. Durch die Verkehrswege werden die Landschaft und damit der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen zerstört.

Bebaute Flächen behindern die Abkühlung bodennaher Luftmassen und reduzieren Luftaustausch und damit regionale Luftbewegungen.

Es kommt zum Verlust und zur Schädigung fruchtbarer Böden, somit Verlust von Flächen zum Anbau von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Wir finden es daher wichtig, dass die Stadt Allendorf (Lumda) eine Flächenhaushaltspolitik Vorrang hat, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte verbindet und zukunftsfähig ist.

Künftig werden beim Entwicklungsprogramm ländlicher Raum nur noch Kommunen gefördert, die eine Erhebung der Gebäudeleerstände und Baulücken sowie eine Nutzungskonzeption haben.

Deshalb sind wir der Auffassung, dass die Innenentwicklung der Stadt auf freien Bauplätzen zukünftig Priorität haben muss. Dafür ist ein Baulückenkataster ein unerlässliches Instrument.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Wißner

Stadtverordneter