Grüne besichtigten Betreuung an der Grundschule Allendorf

Grüner Ortsverband besuchte Betreuung an der Grundschule und zog eine sehr positive Bilanz

Einen Informationsbesuch statteten Mitglieder der Fraktion und des Ortsverbandes von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN mit ihrem Vorsitzenden Christian Zuckermann und Karl Heinrich Imig sowie Sandra Henneberg am Dienstagnachmittag, dem 29. Januar 2013, der Betreuung an der Grundschule Allendorf („Betreute Grundschule“) ab. Sie ließen sich von der Leiterin Conny Schmidt die Räumlichkeiten zeigen sowie Art, Umfang und Durchführung der Betreuung erklären. Frau Schmidt führte aus, dass der Förderverein der Grundschule Träger der Einrichtung ist, die zu Beginn 20 Plätze in einem Kellerraum der Grundschule anbieten konnte und mittlerweile in der ehemaligen Schulleiterwohnung 50 Plätze umfasst, von denen 49 belegt sind. Die Betreuungszeiten sind von 7.00 bis 8.45 Uhr und von 11.15 bis 15.00 Uhr an Schultagen. Eine Verlängerung bis 15.30 Uhr nach den Sommerferien wird auf Grund vermehrter Nachfragen aktuell geprüft. Die Hausaufgabenbetreuung wird von 27 Kindern genutzt. 31 Kinder bekommen in der ansprechend eingerichteten Küche ein Mittagessen, das vom ZAUG täglich angeliefert wird. In jeweils der Hälfte aller Ferien werden 34 Kinder von 8.00 bis 13.00 Uhr betreut. Für das nächste Schuljahr könnten erstmals überhaupt Absagen erfolgen, da bereits fünf Kindern auf der Warteliste stehen, jedoch die räumlichen Kapazitäten erschöpft sind.
An Personal sind sieben Personen beschäftigt, darunter unter anderem zwei staatlich anerkannte Erzieherinnen, eine Familienpflegerin und eine Lehrerin für die Hausaufgabenbetreuung.
Finanziell trägt sich die Betreuung durch die Beiträge der Eltern und Zuschüsse vom Land Hessen und dem Landkreis Gießen. Bei Bedarf steht auch von der Stadt Allendorf jährlich ein nennenswerter Betrag zur Verfügung, der aber in den letzten drei Jahren nicht benötigt wurde. Das werde aber der Fall sein, wenn weitere Ausbaumaßnahmen anstehen.
Von der Grundschule ist die Maßnahme unabhängig, es bestehe aber eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Lehrerkollegium und dem Betreuungspersonal, betonte Frau Schmidt.
Die Leiterin ging auch auf die wünschenswerte Weiterentwicklung ein. Dringend nötig sei der Ausbau der Räume im zweiten Stockwerk, weil die jetzt verfügbaren Räume für 50 Kinder bereits zu klein seien. Ebenfalls könne man darüber nachdenken, in Zukunft eine weitere Ganztagsstelle auszuschreiben und qualifiziertes Personal zu gewinnen. Insgesamt lege man großen Wert auf die Qualität der pädagogischen Betreuung, schließlich verbringen die Kinder oft einen großen Teil des Tages in der Einrichtung, die mittlerweile für viele Kinder so etwas wie eine zweite „Familie“ ist.
Die Stadtverordneten waren sehr beeindruckt von der Flexibilität, in der die Eltern die einzelnen „Module“ Betreuung in der Schulzeit, in den Ferien, Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung nach ihren Bedürfnissen zusammenstellen können. Ebenfalls sei es schön zu sehen, wie die Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten stets angepasst und optimiert werden.
Für den ehemaligen Schulleiter Imig war vieles bekannt, da die Vorbereitungen für die Betreuung noch während seiner Amtszeit im Jahr 2000 getroffen wurden und er die Entwicklung bis 2010 als Vorstandsmitglied des Fördervereins verfolgen konnte. Fraktionsvorsitzender Zuckermann würdigte die Arbeit der Betreuerinnen und betonte, dass diese Einrichtung sehr wichtig für Allendorf sei, weil sie junge Familien zum Wohnen in der Lumdastadt verlocken könne. Solche Einrichtungen mit ihren motivierten Mitarbeiterinnen sichern zudem allen, die es wollen oder müssen, die Möglichkeit zur Berufsausübung, ohne Sorgen um die Betreuung der Kinder zu haben. Sollte es den Verantwortlichen der Stadt jetzt noch gelingen, den Betreuungsumfang in den Kindergärten zu verbessern, könnte man tatsächlich von einer guten Versorgungsstruktur im Bereich der Kinderbetreuung sprechen, resümierten die Grünen.

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